Ein junger, aber bereits charakterstarker Whisky, der mit rauchig-maritimen Aromen und einer erfrischenden Zitrusnote beeindruckt. Würzig-salzige Noten verbinden sich so perfekt zu einem etwas wilderen, ursprünglicheren Lagavulin. Mit 48 % vol. kommen die Aromen wunderbar zur Geltung. Eine klare Empfehlung für Liebhaber rauchiger Single Malts.
Tasting Notes
- Aroma: Rauchige Noten dominieren die Nase, harmonisch ergänzt durch zitrische Fruchtigkeit und einen Hauch von maritimem Salz.
- Geschmack: Am Gaumen entfaltet sich eine angenehme Süße, die den Rauch mildert, gefolgt von einer pfeffrigen Schärfe und Anklängen von herber Schokolade und geröstetem Holz.
- Abgang: Langanhaltend mit einem komplexen Zusammenspiel von süßem Rauch und salziger Frische, das den Genuss abrundet.
Die Highlights auf einen Blick
- Behutsame Fassreifung: Der Whisky reift acht Jahre in amerikanischen und europäischen Eichenfässern, die ihm eine subtile Holzstruktur verleihen.
- Milde Rauchintensität: Im Vergleich zu älteren Lagavulin-Vertretern präsentiert sich der 8-Jährige mit einem ausgewogenen Rauchprofil, das angenehme Fruchtnoten zulässt.
- Regionalität und Qualität: Die Zutaten stammen aus der Umgebung, darunter das kristallklare Wasser der Lochan Sholum und das hochwertige Getreidemalz aus Port Ellen.
- Kulturhistorische Würdigung: Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums wurde dieser Whisky als Hommage an Alfred Barnard, einen berühmten Whiskykenner, ins Leben gerufen.
Lagavulin 8 Jahre – so jung und schon so schmackhaft
Wie alt muss ein guter Single Malt sein? Der Lagavulin 8 Jahre zeigt, dass auch schon nach einer verhältnismäßig kurzen Lagerzeit ein spannendes Geschmackserlebnis möglich ist – jedenfalls dann, wenn die Qualität der Rohstoffe und das handwerkliche Geschick bei der Herstellung stimmen. Whiskyfreunde, die einen sowohl rauchigen als auch süßen Scotch mit einer gewissen Schärfe mögen, sollten sich einen Schluck des achtjährigen Lagavulin gönnen.
Lagavulin: lieber wenige gute Whiskys als ein breites Sortiment
Islay ist für Whiskykenner nicht einfach nur irgendein Eiland. Die schottische Hebrideninsel beherbergt nämlich zahlreiche renommierte Whisky-Destillerien, deren Erzeugnisse einen besonderen Charakter haben, sodass sie als eigene Whiskyregion gilt. Eine der besonders traditionsreichen Brennereien ist Lagavulin. Offiziell gründete der Bauer und Whiskybrenner John Johnston die Destillerie im Jahr 1817. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt an Ort und Stelle bereits seit mehr als sieben Jahrzehnten eher inoffiziell Wasser, Getreide und Hefe zu hochprozentigen Whiskys veredelt und wohl auch geschmuggelt worden. Damit zählt die Brennerei zu den ältesten der Region. Ihr Name stammt von dem pittoresken Örtchen Lagavulin, zu dem sie gehört. Der Name bedeutet aus dem Gälischen übersetzt so viel wie „Mulde der Mühle“. Lagavulin liegt ganz im Süden von Islay. Vor allem der nahe Golfstrom sorgt hier für ein fruchtbares und angenehmes Klima. Das Meer liegt weniger als einen Steinwurf von der Brennerei entfernt. Seit der Gründung hat die Destillerie zahlreiche Besitzer kommen und gehen sehen. Doch in den letzten Jahren haben sich Kontinuität und Erfolg eingestellt. Typisch für Lagavulin ist bis heute der Fokus auf wenige, dafür aber handwerklich erstklassige Whiskys. So war der bei Kennern beliebte Lagavulin 16 Jahre über Dekaden hinweg das einzige Produkt der Destillerie.
Lagavulin 8 Jahre: das Gute liegt so nah
Für die Abfüllung des Lagavulin 8 Jahre gibt es gute Gründe, die bis in die Jahre 1817 und 1880 zurückreichen. 1880 besuchte nämlich Alfred Barnard – bis heute ein berühmter Whiskykenner und Autor mehrerer einschlägiger Werke über die hochprozentige Spirituose – Lagavulin. Hier verliebte er sich sowohl in den pittoresken Ort und die einzigartige Landschaft als auch in einen 8 Jahre jungen Scotch, den er kosten durfte und seinen Lesern als „exceptionally fine“ empfahl. Ihn und der Whisky-Brennerei zu Ehren entschloss sich die Lagavulin-Brennerei 2017 anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Destillerie den Lagavulin 8 Jahre in einer besonderen Edition anzubieten. Nachdem diese bei Whiskyfreunden reißenden Absatz fand, zählt der junge Scotch mittlerweile regulär zum Sortiment. Bei den Zutaten sind Qualität und Regionalität Trumpf. So stammt das Wasser für den Lagavulin 8 Jahre aus den beiden Gewässern Lochan Sholum und Loch Sholum. Beide liegen nur wenige Kilometer von der Brennerei entfernt und sind für ihr kristallklares Wasser bekannt. Das Getreidemalz bezieht die Lagavulin-Brennerei aus Port Ellen – der größten Ortschaft auf Islay, zu dem das Fleckchen Lagavulin streng genommen gehört. Nach dem Brennvorgang und der Destillation lagert der Scotch acht Jahre in speziell ausgesuchten Fässern aus amerikanischer und europäischer Eiche. Darüber hinaus dringen weitere Details kaum nach außen. Wahrscheinlich spielen hier aber frühere Bourbon Casks die zentrale Rolle. Mit 48 Prozent ist der Alkoholgehalt überdurchschnittlich hoch.
Lagavulin 8 Jahre: rauchige Süße trifft auf maritime Schärfe
Bereits in der schön geformten, aber ansonsten eher unauffälligen Flasche fällt die helle Farbe des acht Jahre gereiften Lagavulin Islay Single Malt Scotch Whiskys auf. Der helle Goldton erinnert an Weißwein und deutet darauf hin, dass Lagavulin vermutlich keine Farbstoffe zusetzt. Wer den Whisky etwas atmen lässt und dann eine Nase riskiert, riecht – wenig überraschend für einen Islay-Whisky im Allgemeinen und einen Lagavulin im Speziellen – eine deutliche Rauchnote. Diese erweist sich jedoch im Vergleich zu den länger gelagerten Lagavulin-Whiskys als nicht so dominant und lässt Raum für weitere Düfte. Dazu zählen vor allem eine zitrische Fruchtigkeit, ein martim-salziger Charakter sowie etwas Tee. Beim Geschmackstest erweist sich der Lagavulin 8 Jahre als überraschend komplex. Eine angenehme Süße gewährleistet, dass der Rauchgeschmack nicht zu sehr überhandnimmt. Danach sorgt eine pfeffrige Schärfe für den besonderen Pfiff. Am Ende kommen noch weitere Aromen wie herbe Schokolade, Salz sowie etwas geröstetes Holz dazu. Wer den Lagavulin 8 Jahre als zu rauchig empfindet, aber dennoch nicht auf das spannende Geschmackserlebnis verzichten möchte, kann ihn auch mit ein paar Tropfen Wasser abrunden.
Die Brennerei
Die Lagavulin-Brennerei wurde 1817 von John Johnston gegründet und gehört zu den ältesten und traditionsreichsten Destillerien auf der Isle of Islay. In der malerischen Bucht von Port Ellen produziert sie Whiskys, die seit jeher für ihre hohen Qualitätsstandards bekannt sind. Früher wurde hier oft inoffiziell Whisky produziert und geschmuggelt, was die reiche Geschichte des Ortes unterstreicht. Der Name Lagavulin bedeutet aus dem Gälischen übersetzt "Mulde der Mühle" und verweist auf die pittoreske Lage der Brennerei. Ein Merkmal ist der Fokus auf wenige, aber außergewöhnlich hochwertige Produkte, wobei die Destillations- und Reifungsprozesse noch immer in Handarbeit erfolgen. Die Nähe zum Golfstrom sorgt zusätzlich für ein mildes Klima und verleiht den Whiskys von Lagavulin ihren charakteristischen Geschmack. Mit der Einführung des Lagavulin 8 Jahre feiert die Brennerei das Erbe und die Tradition ihrer handwerklichen Herstellung in perfekter Harmonie mit der Natur.