Coganc & Brandy

Cognac, Brandy oder Weinbrand? Erfahren Sie mehr über die beliebte Spirituose. Mehr erfahren...

Unsere Bestseller

Laballe Bas Armagnac 12 Ans Rich
Weich, ausgewogen und intensiv – der Laballe Bas Armagnac 12 Ans Rich vereint feine Holznoten der 12-jährigen Reifung mit verführerisch süßen Aromen kandierter Früchte. Dieses klassische Bas-Armagnac-Erlebnis fängt das Wesen der Gascogne perfekt ein und begeistert Genießer mit seiner harmonischen Komplexität. Tasting Notes Aroma: Saftige Äpfel und Orangen, florale Anklänge, ergänzt durch einen Hauch Eichenholz. Geschmack: Intensive Fruchtnoten von Trauben, Aprikosen, getrockneter Mango, Datteln und Rosinen, dahinter sanfte Holznoten. Abgang: Mittellang, fruchtig mit elegantem Spiel aus dunklem Holz und süßen Akzenten. Highlights auf einen Blick Harmonische Balance: Perfekte Verbindung von hellen Früchten, blumigen Noten und Eichenholzakzenten. Intensive Komplexität: 12 Jahre Reifung für Tiefe und Intensität, ideal für Kenner und Liebhaber. Vielseitiger Genuss: Pur oder als Begleiter zu feinen Speisen und Desserts. Klassisches Armagnac-Erlebnis: Verkörpert die Tradition und das Wesen eines meisterhaft gereiften Armagnacs. Über Laballe Die Laballe-Brennerei ist ein renommiertes Haus mit langer Tradition in der Gascogne, das sich der Kunst der Armagnac-Herstellung verschrieben hat. Mit viel Hingabe und Liebe zum Detail entstehen hier hochwertige Armagnacs, die das Erbe der Region und ihre handwerkliche Fertigung widerspiegeln. Nur die besten Zutaten werden ausgewählt, um ein Geschmacksprofil von außergewöhnlicher Tiefe und Eleganz zu schaffen.

Inhalt: 0.5 Liter (85,80 €* / 1 Liter)

42,90 €*
Flasche
Torres 20 Jahre Brandy
Mit 20 Jahren Reifezeit in französischer Limousineiche geht dieser außergewöhnliche Torres Brandy weit über das übliche Maß hinaus. Hergestellt aus den Trauben der Ugni Blanc und Parellada, überzeugt er durch seine natürliche Farbe und seinen komplexen Charakter. Wer Torres 20 Jahre Hors d'Age Brandy kauft, erhält einen eleganten und vielfach ausgezeichneten Premium-Brandy mit tiefgründigem Aroma und samtigem Geschmack. Tasting Notes Aroma: Warme Düfte von getrockneten Früchten, Nüssen, Zimt, Muskat und Vanille. Geschmack: Samtig und wohlgerundet mit würzigen Noten von Muskat, Nüssen und cremiger Vanille, eingebettet in eine feine Holzstruktur. Abgang: Sehr langanhaltend, würzig und warm. Highlights auf einen Blick 20 Jahre Reife: Lange Fasslagerung in französischer Limousineiche für außergewöhnliche Tiefe und Komplexität. Ausgewählte Rebsorten: Kombination aus Ugni Blanc und Parellada, die getrennt destilliert und anschließend meisterhaft vereint werden. Natürliche Farbe: Ohne Zusatz von Farbstoffen, mit einer warmen, bernsteinfarbenen Erscheinung. Ausgezeichnete Qualität: Zahlreiche internationale Preise, darunter mehrfach Gold bei der International Wine and Spirits Competition. Über Torres Torres ist ein traditionsreiches spanisches Weingut und Spirituosenhersteller mit über 150 Jahren Erfahrung. Bekannt für seine hochwertigen Brandys und Weine, kombiniert Torres traditionelle Herstellungsmethoden mit modernster Technik, um Spirituosen von höchster Qualität zu schaffen. Der Torres 20 Jahre Hors d'Age Brandy ist ein herausragendes Beispiel für die Handwerkskunst und Leidenschaft, die in jedem Tropfen steckt, und wird weltweit von Kennern und Genießern geschätzt. Wer Torres 20 Jahre Hors d'Age Brandy kaufen möchte, erhält mit diesem Premium-Brandy ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis voller Tiefe, Eleganz und Tradition.

Inhalt: 0.7 Liter (57,00 €* / 1 Liter)

39,90 €*
Flasche
Hine - H by Hine Cognac VSOP
Der frühlingsfrische Hine - H by Hine Cognac VSOP begeistert mit floraler Leichtigkeit und fruchtiger Süße. Diese Komposition aus über 15 Cognacs aus der Fine Champagne vereint Eleganz und Vielschichtigkeit in einem vollmundigen Profil. Tasting Notes Aroma: Zart und blumig mit vielfältigen Fruchtnoten sowie dezenten Anklängen von Nelken und Eichenholz. Geschmack: Kraftvoll und dennoch samtig, mit Noten von Honig, Vanille und fruchtigen Nuancen. Abgang: Mittellang mit einem eleganten, floralem Ausklang. Highlights auf einen Blick Fine Champagne Herkunft: Zusammensetzung aus Cognacs der Grande und Petite Champagne für florale Leichtigkeit. Vielschichtige Assemblage: Über 15 verschiedene Eaux-de-vie, deren jüngster Anteil mindestens 4 Jahre gereift ist. Traditionelle Reifung: Lagerung in Tronçais- und Limousineichenfässern für ein ausgewogenes Geschmacksprofil. Vielseitiger Genuss: Ideal pur oder als Basis für elegante Cognac-Cocktails. Über Hine Cognac Hine ist ein traditionsreicher Cognac-Hersteller mit Sitz in Jarnac, Frankreich, der seit 1791 für Qualität und Eleganz steht. Das Unternehmen ist bekannt für seine sorgfältige Auswahl und Verschneidung von Eaux-de-vie aus den besten Crus der Cognac-Region, insbesondere Grande und Petite Champagne. Mit innovativen Techniken und jahrhundertelanger Erfahrung produziert Hine Cognacs von herausragender Finesse und Komplexität, die weltweit geschätzt werden.

Inhalt: 0.7 Liter (61,29 €* / 1 Liter)

42,90 €*
Flasche
Bache-Gabrielsen VSOP Cognac
Fruchtig und mild: Der Bache-Gabrielsen VSOP Triple Cask entsteht durch einen einzigartigen Reifungsprozess in drei aufeinanderfolgenden Phasen mit verschiedenen Eichenholzfässern. Der Cognac zeigt sich dank seiner mindestens vierjährigen Reife besonders weich und elegant. Tasting Notes Aroma: Verführerisches Bouquet aus reifem Holz, Vanille sowie Noten von Aprikosen, Datteln, Mandeln und Haselnüssen. Geschmack: Vollmundige Fruchtigkeit der Fins Bois vereint mit der eleganten Raffinesse der Petite Champagne, abgerundet durch feine Nuancen von Banane und orientalischen Gewürzen. Nachklang: Angenehm mit fruchtigen Aromen, subtiler Holzwürze und bemerkenswerter Länge am Gaumen. Highlights auf einen Blick Innovativer Reifungsprozess: Dreiphasige Lagerung in verschiedenen Eichenholzfässern für besondere Komplexität und samtige Textur. Harmonische Herkunft: Kombination von Fins Bois und Petite Champagne Eaux-de-Vie für ausgewogene Aromen. Weiche Eleganz: Mindestens vier Jahre Reife sorgen für einen milden und geschmeidigen Charakter. Tradition trifft Innovation: Bache-Gabrielsen verbindet traditionelle Herstellungsverfahren mit modernster Technik. Ausgezeichnete Qualität: Zahlreiche Medaillen auf internationalen Wettbewerben bestätigen die Exzellenz. Über Bache-Gabrielsen Bache-Gabrielsen wurde 1905 von Thomas Bache-Gabrielsen, einem Norweger, in Cognac, Frankreich, gegründet. Das Traditionshaus verbindet traditionelle Herstellungsverfahren mit moderner Innovation und produziert erstklassige Cognacs aus den renommierten Anbaugebieten Grande und Petite Champagne. Mit Fokus auf Qualität und Handwerkskunst bietet Bache-Gabrielsen eine vielfältige Produktpalette, die sowohl Komplexität als auch Eleganz verkörpert und international vielfach ausgezeichnet wurde. AromaEin verführerisches Bouquet aus reifem Holz, Vanille sowie Noten von Aprikosen, Datteln, Mandeln und Haselnüssen.GeschmackVollmundige Fruchtigkeit der Fins Bois vereint sich mit der eleganten Raffinesse der Petite Champagne, abgerundet durch feine Nuancen von Banane und orientalischen Gewürzen.NachklangEin angenehmer Nachklang mit fruchtigen Aromen, subtiler Holzwürze und einer bemerkenswerten Länge am Gaumen.Herstellungsprozess Der Bache-Gabrielsen VSOP Triple Cask ist ein außergewöhnlicher Cognac, der die innovative Philosophie des Hauses Bache-Gabrielsen eindrucksvoll widerspiegelt. Dieses Meisterwerk entsteht durch einen einzigartigen Reifungsprozess in drei aufeinanderfolgenden Phasen mit verschiedenen Eichenholzfässern. Zunächst reift der Cognac in 350 bis 400 Liter fassenden Eichenfässern, gefolgt von einer Lagerung in großen Fässern, bevor er seine Vollendung in bereits genutzten Fässern findet. Dieser dritte Reifungsschritt trägt dazu bei, eine Mikro-oxygenation zu ermöglichen, die dem Cognac eine samtige Textur verleiht, ohne zusätzliche Gerbstoffe beizufügen. Bache-Gabrielsen: Ein Traditionshaus mit Leidenschaft für Cognac Bache-Gabrielsen ist ein rennomiertes Cognac-Haus, das 1905 von dem Norweger Thomas Bache-Gabrielsen in Cognac, Frankreich, gegründet wurde. Es vereint traditionelle Herstellungsverfahren mit moderner Innovation und erzielt so erstklassige Cognacs, die aus Trauben der renommierten Anbaugebiete Grande und Petite Champagne stammen. Das Unternehmen legt großen Wert auf Qualität und Handwerkskunst, was sich in seiner Produktvielfalt widerspiegelt, die sowohl Komplexität als auch Eleganz bietet. Die hochwertigen Cognacs von Bache-Gabrielsen wurden auf zahlreichen internationalen Wettbewerben mit Medaillen ausgezeichnet. Details zum Bache-Gabrielsen VSOP Cognac

Inhalt: 0.7 Liter (54,14 €* / 1 Liter)

37,90 €*
Courvoisier VS Cognac
Courvoisier VS Cognac ist ein lebendiger und zugänglicher Cognac, mit einer ausgewogenen Mischung aus fruchtigen und floralen Noten sowie dem unverwechselbaren Charakter der Grande Champagne und Petite Champagne. Tasting Notes Aroma: Frische Aromen von grünen Äpfeln, Zitrusfrüchten und einem Hauch von Vanille. Geschmack: Frisch und floral mit Noten von reifen Früchten, Mandeln und feiner Eiche. Abgang: Sanft und anhaltend mit einem dezenten Hauch von Gewürzen und süßer Vanille. Highlights auf einen Blick Regionale Herkunft: Ausgewählte Eaux-de-vie aus den renommierten Terroirs Grande Champagne und Petite Champagne. Traditionelle Handwerkskunst: Sorgfältige Destillation und Reifung nach klassischem Cognac-Verfahren. Vielseitiger Genuss: Ideal pur, on the rocks oder als Basis für elegante Cocktails. Fruchtiges Aromaprofil: Frische und lebendige Noten, die den Cognac zugänglich und harmonisch machen. Markenqualität: Teil der renommierten Courvoisier-Familie mit über 200 Jahren Expertise. Über die Brennerei Courvoisier Courvoisier ist eine der ältesten und angesehensten Cognac-Marken Frankreichs mit einer Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Die Brennerei befindet sich im malerischen Städtchen Jarnac, im Herzen der Cognac-Region, und verbindet traditionelle Handwerkskunst mit moderner Präzision. Courvoisier legt großen Wert auf die Auswahl hochwertiger Eaux-de-vie, die in den besten Lagen der Grande Champagne und Petite Champagne wachsen. Die Destillation erfolgt nach klassischen Verfahren, gefolgt von einer sorgfältigen Reifung in französischen Eichenfässern. Dabei steht die Marke für Qualität, Authentizität und die Bewahrung der regionalen Identität. Mit Courvoisier VS Cognac erleben Genießer einen lebendigen und eleganten Cognac, der sowohl Einsteiger als auch Kenner begeistert.

Inhalt: 0.7 Liter (57,00 €* / 1 Liter)

39,90 €*

ALLE COGNACS UND BRANDYS

Cognac, Brandy oder Weinbrand?


Über diese Unterscheidung machte sich früher niemand großartig Gedanken, wenn es eine aus Wein oder Most destillierte, feine Spirituose sein sollte. Es wurde einfach ein Brandy, Weinbrand oder meist wegen des edleren Wortklangs ein Cognac bestellt und vielleicht noch die Lieblingsmarke nachgeschoben. Mit einer Ausnahme: In Frankreich nahm man es bei diesen Alkoholika und ihren Bezeichnungen schon seit ein paar Jahrhunderten immer etwas genauer. In Frankreich ist der Cognacbegriff ähnlich wie beim Champagner historisch fest an die besondere regionale Herkunft der Spirituosen und ihrer Weintraubengrundlage geknüpft. Ein solches Privileg besitzt bei den Franzosen traditionell außerdem die Region Gascogne. Ihre Brände – und nur ihre – dürfen die spezifische Bezeichnung als Armagnac tragen. Dabei gleicht sich der Weg all dieser alkoholischen Getränke im Wesentlichen sehr. Stets werden Weintrauben geerntet, vorsichtig ausgepresst oder gemaischt und zu Wein vergoren, der anschließend in einer Brennblase destilliert und schließlich mehr oder weniger lang in Fässern gelagert wird. Solche Weinbrände kommen aus vielen europäischen Ländern von Portugal und Spanien im Westen bis zum Balkan oder Griechenland im Osten. Auch in Deutschland besitzen diese Brände eine lange Tradition und so hat beinahe jedes Land seine eigenen Weinbrandspezialitäten. Die seefahrenden Nationen exportierten ihre vor Jahrhunderten bis nach Südamerika, wo daraus der Pisco entstand. Er gilt dort als Weinbrandvariante, hier allerdings meist nicht, denn in der Neuzeit wurde sehr genau geregelt, welche Spirituose sich wie nennen darf.


Brandy, Cognac, Weinbrand: klare Verhältnisse

Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs setzte sich die enge französische Cognacdefinition auch außerhalb des Landes durch – zunächst in Deutschland. Im Friedensvertrag von Versailles stimmten die Deutschen 1919 unter anderem dem Champagnerparagrafen zu. Der erklärt sich von selbst: Ab jetzt durfte in Deutschland unter der Bezeichnung Champagner nur noch solcher Schaumwein verkauft werden, der tatsächlich aus der Champagne kam. Gleich darunter schrieb der Vertrag eine identische Regelung für den Cognac vor. Ein paar Jahrzehnte danach sicherten sich die Franzosen diesen Schutz dann als regionale Herkunftsbezeichnung für alle Länder der neu entstandenen Europäischen Union. Ebenso kamen Regeln für Weinbrände auf den Tisch.

Diese Bezeichnung dürfen heutzutage nur Spirituosen tragen, die in Holzfässern reifen und dabei Aromen sowie Farbe aus den Hölzern saugen. Die Regelung hatte dann vor allem Folgen für den südamerikanischen Pisco. Er musste nun grundsätzlich aus Chile oder Peru kommen. Weil er in Peru vor der Abfüllung jedoch in Stahlfässern gelagert wird, darf er sich in Europa nicht unter die Weinbrände einreihen. Und die Regularien gehen noch mehr ins Detail. Während der Brandy allgemein nicht eingeschränkt wurde, sicherten sich die Spanier für ihre Bodega-Hochburg Jerez die exklusive Herkunftsangabe Brandy de Jerez. Zu diesen Brandys de Jerez zählt zum Beispiel der Carlos I Imperial, dessen Cuvées über 20 Jahre in verschiedenen Sherryfässern reifen.

Jetzt galten nun in Deutschland klare Weinbrand-Regeln, die bis dato den Deutschen Weinbrand definieren. Zentral ist dabei ein Mindestalkoholgehalt: wenigstens 38 Volumenprozent sind für das deutsche Herkunftsprädikat gefordert. Sie sehen - es ist durchaus kompliziert mit der exakten Bezeichnung der Weinbrandspirituosen. Die Entwicklung der Geschmäcker macht es heute dann doch wieder etwas leichter: Einfache Brände haben viel ihrer früheren Bedeutung und Verbreitung verloren. Gefragt sind in der letzten Zeit überwiegend hochwertige Varianten wie der Brandy de Jerez und vor allem der Cognac.


Cognac – Frankreichs König der Brandys

Kein zweiter Brandy genießt derartiges Prestige wie der Cognac. Wo eine andere hochklassige Spirituose – schottischer Single Malt – nur zwei Voraussetzungen für ihren Titel tragen muss, gelten für die Herstellung von Cognac von Anfang bis Ende strengere, umfangreichere Regeln:


#1 Die Herkunft

Eine gleichnamige Cognac-Region wie die Champagne gibt es nicht, wohl aber eine kleine 20.000-Einwohner-Stadt mit diesem prominenten Namen. Um sie herum verteilen sich die Départements Charente und Charente-Maritime. Zusammen mit Teilen der Départements Deux-Sèvres und Dordogne bilden sie das Cognac-Zentrum für die Europäische Union – manchmal pauschal nach dem gleichnamigen Fluss in der Gegend nur Charente genannt. Jede Cognacflasche, die Sie hier finden können, kommt garantiert aus diesen Départements in Frankreich. Außerhalb der EU ist die Herkunft nicht mehr gesichert, weil kein Namensschutz mehr greift.


#2 Die Weine

Cognac-Kenner achten sehr darauf, wo genau in den Départements die Trauben ihrer Favoriten gewachsen sind. Verschiedene Lagen geben bereits eine erste Orientierung zur Qualität Ihrer Auswahl eines Cognacs – ganz wie beim Wein mit seinen Cru-Herkunftsangaben oder den Cru classés zur Weingüte. Angaben dazu finden Sie auf den Cognacboxen oder -flaschen:

  • Grande Champagne oder Grande Fine Champagne: die erste Cognac-Adresse
  • Fine Champagne: Dieser Wein kommt immerhin zu mindesten 50 Prozent aus der Grande Champagne, der Rest aus der Petite Champagne.
  • Petite Champagne: die zweitbeste Lage
  • Borderies
  • Fins Bois und
  • Bon Bois

Die Wertigkeit nimmt für die meisten Cognac-Kenner in dieser Reihenfolge ab. Grande und Petite Champagne gelten bei ihnen für ihre tiefen, vielschichtigen floralen Weinnoten als die zwei Top-Adressen. Für Cuvées aus verschiedenen Ecken der Départements sind nur diese beiden Lagen erlaubt.


Übrigens: Grande und Petite Champagne haben nichts mit der Region Champagne oder Champagnerweinen gemeinsam. Unter demselben Namen oder Oberbegriff teilen sie alle aber eine spezielle Bodenbeschaffenheit.


Hier wachsen dann vor allem diese Weinsorten:

  • Colombard
  • Folle Blanche
  • Ugni Blanc

Alle drei werden nahezu ausschließlich als Basis für den Cognac kultiviert. Einen weiteren, jedoch sehr kleinen Anteil haben Sorten wie Folignan, Montils oder Sémillon – alle sechs sind selbst unter Weinkennern praktisch unbekannt. Vermutlich würden auch nur die wenigsten die Weine goutieren: Sie sind sehr säuerlich und besitzen nur geringen Alkoholgehalt von weniger als zehn Volumenprozent.


#3 Das Brennen und ein Stück Cognac-Geschichte

Meist sind die Trauben zur Herbstmitte alle eingesammelt. Dann drängt in den Cognacbrennereien die Zeit. Denn spätestens bis Ende März des nächsten Jahres müssen gemäß Vorschrift alle aus den Trauben entstandenen Weine gebrannt worden sein. Dazu sind kupferne Brennblasen vorgeschrieben. Sie ähneln stark denen für Single Malts, fallen in der Charente nur etwas bauchiger aus.

In den Blasen wird zweifach destilliert. Dies geht auf den Seigneur de Segonzac, einen Ritter im 17. Jahrhundert, zurück. Der Legende nach ist dem streng religiösen Mann dieser Schritt nach einem Traum eingefallen, in dem er mit dem Teufel um seine Seele kämpfte. Nur durch die zweifache Destillation konnte er sie retten. Unabhängig davon kann der Ritter als Erfinder des Cognacs von heute gelten und so auch die französische Spirituosen-Ehre retten. Denn den Ur-Cognac haben die Niederländer erfunden.

Sie beherrschten im 16. Jahrhundert bereits die hohe Brennkunst, während die Franzosen noch ausschließlich einfachen Wein tranken. Der bereitete ihnen bei längerer Lagerung das Problem, dass er bald sauer wurde. Niederländische Kaufleute hatten dafür eine Lösung: Mit einer einzigen Destillation machten sie den Wein haltbar. Im Gegenzug mussten die Franzosen jedoch für beinahe 100 Jahre den Namen Brandwijn für ihren neuen Lieblingsschnaps akzeptieren. Erst dann entwickelten sich langsam andere Namen wie Brandy oder Cognac.

Welche Alkoholstärke der Ur-Cognac nach den Destillationen hatte, ist nicht überliefert. Heutzutage kommt das erste Destillat auf etwa 30 Volumenprozent und das zweite auf um die 70 Volumenprozent.


#4 Die Lagerung und Reifung

Wie ein Whisky lagert und reift auch Cognac in Fässern aus Eichenholz. Die Franzosen produzieren sämtliche ihrer Fässer jedoch selbst mit Holz aus den riesigen Wäldern Zentralfrankreichs. Genauso gehen sie bei den Fassgrößen ihre eigenen Wege: In den Cognac-Lagerhäusern finden sich Größen zwischen 250 bis 540 Litern Fassungsvermögen, wobei große Fässer verbreiteter sind. Das sehr milde bis warme Klima im Südwesten des Landes lässt einiges der eingelagerten Brände verdunsten. Zugleich sinkt der Alkoholgehalt kontinuierlich. Ein besonders alter X.O. Cognac erreicht so fast schon automatisch die cognactypische Trinkstärke von 40 bis 45 Volumenprozent Alkoholgehalt. Ansonsten helfen die Brennereien mit etwas Wasser nach.

Je länger ein Cognac reifen kann, umso mehr Aromen nimmt er aus den teilweise bis zu 100 Jahre alten Fässern auf und prägt zunehmend seine Intensität aus. Daher gelten die alten Abfüllungen generell als die besseren. Doch wie beim Single Malt gilt auch hier: Ausnahmen bestätigen die Regel, und so weiß auch manch junger Schluck zu begeistern. Zum Whisky gibt es hier aber einen wichtigen Unterschied. Auf Cognacflaschen fehlt immer eine Altersangabe in Jahren. Stattdessen informieren die Flaschen mit ihren eigenen einheitlichen Altersstufen.


#5 Das Alter

Für Cognacs sind Vermählungen aus Fassreifungen unterschiedlichen Alters die Regel. Die Master Blender nutzen gezielt die verschiedenen Nuancen der Reifegrade für die Komposition ihrer fertigen Abfüllungen. Die offizielle Altersstufe bestimmt sich dabei immer nach dem jüngsten Anteil einer Abfüllung:


  • V.S. - Very Special oder ***: mindestens zwei Jahre Reife des jüngsten Cognac-Anteils
  • Cuvée Supérieure oder Grande Sélection oder *****: mindestens fünf Jahre Fassreifung des jüngsten Anteils
  • V.S.O.P. – Very Superior Old Pale oder V.O. – Very Old oder Vieux: Mindestalter vier Jahre, zumeist aber sieben oder mehr Jahre
  • X.O. oder Napoléon oder Impérial oder Heritage und Très Vieux: mindestens zehn Jahre alt, tatsächlich aber oft 20 Jahre und älter

Was auf den ersten Blick wie eine umfangreiche und detaillierte Altersklassifizierung erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen dann doch als reichlich undurchsichtig. Cognac-Fans greifen meisten zu einem V.S.O.P oder X.O. nach Gusto oder von der Marke des Vertrauens. Am Ende zählt auch bei dieser Spirituose der persönliche Geschmack beim Tasting mit einem stilechten Cognacschwenker. Solche Brandy Sniffer besitzen idealerweise einen großen Durchmesser am Bauch, damit möglichst viele Aromen aufsteigen können. Ein verjüngter Hals kanalisiert sie weiter oben, um sie konzentriert in die Nase strömen zu lassen.

Die Farbe im Glas sagt dabei nicht unbedingt etwas über das Alter aus. Es ist erlaubt, Cognac mit Zuckercouleur nachzufärben. Sie verändert nicht den Geschmack, vereinheitlicht aber die Färbung ganzer Abfüllungen und lässt eine Spirituose älter und länger gereift erscheinen, als sie tatsächlich ist. Puristen lehnen solche Nachfärbungen ab. Leider enthalten viele einfachen Cognacs oft noch mehr Zugaben: So ist es zum Beispiel grundsätzlich erlaubt, einer Abfüllung bis zu drei Prozent Zucker beizumischen. Außerdem dürfen ähnlich wie bei deutschen Bränden Eichenholzspäne in die Fässer gegeben werden, um den frischen Brand in kurzer Reifezeit überdurchschnittlich mit Aromen aufzuladen.

Aber keine Sorge: Die großen Cognac-Häuser verzichten auf derlei Tricks. Sie leben von dem Luxus- und Qualitätsimage ihrer Spirituosen und die sind nach einer Weile im Dornröschenschlaf heute wieder sehr angesagt – pur oder in Cocktails wie dem Sidecar, der French Connection und einigen mehr.